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MTFex 2026: Zwei Helfer des DRK Oesede bei groß angelegter Katastrophenschutzübung

Vom 24.08.2026

Vom 21. bis 23. August 2026 nahmen zwei Helfer des DRK Oesede als Teil der MTF 08 (Osnabrück) an der groß angelegten MTFex-Übung teil. Neben realistischen Einsatzszenarien wurden auch Marschkolonnen, Geländefahrten und die Zusammenarbeit verschiedener Einsatzbereiche trainiert.

MTFex 2026: Zwei Helfer des DRK Oesede bei groß angelegter Katastrophenschutzübung

Am vergangenen Wochenende vom 21. bis 23. August 2026 haben zwei Helfer unseres DRK Ortsvereins Oesede an der MTFex-Übung teilgenommen. Sie waren dabei als Teil der MTF 08 (Osnabrück) im Einsatz.

Der Kreisverband Osnabrück-Land war bei der Übung in insgesamt drei Teilbereichen vertreten: im Patiententransport, in der Behandlung sowie im Bereich Führung.

Die Ausgangslage

Als Übungsszenario wurde ein überregionales Wetterereignis angenommen, das erhebliche Schäden an Infrastruktur, Straßen und Gebäuden verursacht hatte. Dadurch waren die Einrichtungen der gesetzlichen Daseinsvorsorge stark beeinträchtigt und nicht mehr in der Lage, aus eigenen Ressourcen ausreichend Kräfte und Material nachzuführen.

Zur Unterstützung wurde deshalb die Medizinische Task Force (MTF) angefordert. Die Aufgabe der MTF bestand darin, die örtlichen Strukturen bei der Bewältigung der Schadenslage zu unterstützen und die medizinische Versorgung auch unter erschwerten Bedingungen sicherzustellen.

Vielfältige Verletzungs- und Erkrankungsmuster

Um die Einsatzkräfte möglichst realitätsnah zu fordern, wurden unterschiedlichste Verletzungs- und Erkrankungsmuster dargestellt. Dazu gehörten beispielsweise Pfählungsverletzungen, Schlaganfälle und Herzinfarkte. Ebenso wurden traumatische Verletzungen simuliert, die dadurch entstanden waren, dass Personen von Gegenständen getroffen wurden.

Darüber hinaus wurden auch Panikattacken und Amputationsverletzungen in die Übung eingespielt. Die große Bandbreite der dargestellten Notfälle stellte die Einsatzkräfte vor die Herausforderung, Patienten entsprechend ihrer Verletzung und Dringlichkeit zu versorgen, zu priorisieren und die weiteren Behandlungsschritte zu koordinieren.

Anfahrt in der Marschkolonne

Bereits die Anfahrt zum Übungsgelände war Bestandteil der Ausbildung. Die Einheiten verlegten gemeinsam in einer Marschkolonne von Osnabrück zum Truppenübungsplatz Bergen. Dabei wurde insbesondere das Fahren im geschlossenen Verband und die Koordination einer größeren Fahrzeugkolonne trainiert.

Nach der Ankunft in Bergen stand zunächst eine Geländefahrübung auf dem Programm. Die allradfähigen Fahrzeuge durchliefen dabei eine eigens vorbereitete Strecke mit deutlich erhöhten Anforderungen an Fahrzeug und Fahrer. Unwegsames Gelände und anspruchsvolle Fahrpassagen stellten dabei besondere Herausforderungen dar.

Aber auch die nicht allradfähigen Fahrzeuge wurden gefordert und mussten auf der Strecke ihre Leistungsfähigkeit sowie das fahrerische Können der Einsatzkräfte unter Beweis stellen.

Nach Abschluss der Geländefahrübung verlegten die Einheiten erneut geschlossen als Verband mit rund 30 Fahrzeugen weiter zum Niedersächsischen Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) in Celle. Dort konnten die Einsatzkräfte den Tag bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen lassen, bevor am nächsten Morgen der Hauptteil der MTFex-Übung begann.

Realistische Szenarien und zusätzliche Stressfaktoren

Um die Einsatzbedingungen möglichst realitätsnah zu gestalten, wurden während der Übung immer wieder zusätzliche Stressfaktoren und unvorhergesehene Ereignisse eingespielt. Dazu gehörte unter anderem der simulierte Einsturz eines belegten Behandlungszeltes. Auch das simulierte Abbrennen einer Zeltheizung sowie später eines Stromerzeugers stellte die Einsatzkräfte vor zusätzliche Herausforderungen.

Ein weiterer Faktor war ein regelmäßig über das Übungsgelände fliegender Zivilschutzhubschrauber. Dieser konnte nicht nur besichtigt werden, sondern wurde auch aktiv in die Übung eingebunden. Die dadurch entstehende Geräuschkulisse erhöhte den Stresspegel und sorgte für zusätzliche realitätsnahe Bedingungen.

Für unsere beiden Helfer war die MTFex damit eine hervorragende Gelegenheit, unter sehr realistischen Bedingungen zu üben. Gerade das Zusammenspiel verschiedener Einsatzbereiche, die unerwarteten Ereignisse und die zusätzliche Stressbelastung machten die Übung besonders wertvoll.

Einblicke in Erprobungsfahrzeuge des BBK

Neben den eigentlichen Übungsszenarien gab es auch die Möglichkeit, verschiedene Erprobungsfahrzeuge des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zu besichtigen. Dazu gehörten unter anderem der GW Dekon V sowie der MTW Dekon V.

Die Fahrzeuge boten interessante Einblicke in neue beziehungsweise in Erprobung befindliche Fahrzeugkonzepte und deren mögliche Einsatzmöglichkeiten im Bevölkerungsschutz.

Großes mediales und politisches Interesse

Die MTFex-Übung stieß auf großes mediales und politisches Interesse. Vertreter aus Politik, Behörden und verschiedenen Organisationen informierten sich vor Ort über die Übung, die eingesetzten Kräfte und die Fähigkeiten der Medizinischen Task Forces.

Auch in der Presse wurde ausführlich über die Übung berichtet. Weitere Informationen und Eindrücke zur MTFex können den verschiedenen Presseberichten entnommen werden. Zudem wurde die Übung in einem Fernsehbeitrag begleitet, in dem auch einer unserer Helfer zu sehen ist.

Wir freuen uns, dass zwei Helfer unseres DRK Ortsvereins Oesede als Teil der MTF 08 (Osnabrück) an dieser umfangreichen Übung teilnehmen konnten. Sie hatten dabei die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen zu sammeln und unter realistischen Bedingungen für zukünftige Einsatzlagen zu trainieren.