Gruppe erweiteter Rettungsdienst

 

Der Massenanfall von Verletzten und Erkrankten (MANV) bezeichnet eine Situation, bei der eine große Zahl von Betroffenen versorgt werden muss und der reguläre Rettungsdienst die Einsatzlage nicht allein abdecken kann. Diese Situationen erfordern besondere Einsatzstrukturen, die der Landkreis in einem MANV-Einsatzplan vorhält.

Im Rahmen dieses Einsatzplanes greift der Landkreis deshalb auch auf ehrenamtliche Einheiten zurück. Kommt es zu einer MANV-Lage, werden die benötigten Komponenten durch die Rettungsleitstelle alarmiert.

Das DRK Oesede zählt zum einen zur Transport-Komponente (MANV-T). Hierfür steht ein Krankentransportwagen mit allem nötigen Equipment zur Verfügung. Derzeit sind ca. 15 Helfer aus der Bereitschaft in die MANV-Einheiten integriert.

 

Weiterhin ist das DRK Oesede Teil der MANV-PA-Komponente (Patientenablage). Hierfür steht den Helfern der im Mai 2019 in Dienst gestellte Gerätewagen Sanität (GW-San) zur Verfügung, dessen Ausstattung optimal auf die Versorgung von Patienten zugeschnitten ist: Es werden ein Pavillon und ein aufblasbares Zelt mit Heizung und autarker Stromversorgung mitgeführt. Außerdem gehörten Notfallrucksäcke, Krankentragen, Sauerstoffversorgung und ein EKG-Gerät sowie Defibrilator zur umfangreichen Ausstattung.

Mit dem MANV-Konzept ist der Landkreis Osnabrück auf ein mögliches Schadensereignis mit einer größeren Anzahl an Patienten gut vorbereitet. Damit im Falle einer MANV-Alarmierung alles reibungslos verläuft, wird der Ernstfall regelmäßig durch Übungen geprobt.